Die Künstlerische Auseinandersetzung mit bestimmten Themen und Geschehnissen beeinflusst stets die Selbstwirksamkeitserwartung (Albert Bandura) und  wirkt somit immer auf der persönlichen wie auch auf der soziokulturellen Ebene. Kunst kann Veränderungsprozesse bewusst machen, Hilfe bei der Bewältigung sein. Durch die künstlerische Arbeit selbst werden Energien frei, man denke nur an den "veränderten Blickwinkel", welcher durch das absichtslose Spiel entstehen kann und plötzlich neue Möglichkeiten offenbart. Ich beginne an dieser Stelle, meine Arbeit neu zu kategorisieren, weil die bestehenden Überschriften meines Blogs zu unübersichtlich geworden sind.

Es kann noch ein paar Tage dauern, bis ich alles geordnet habe und Sie hier Beiträge lesen können. Dies ist auch ein Transformationsprozess. Doch  meine Beiträge werden mit Sicherheit über das Persönliche hinausgehen. Ich bitte noch um ein paar Tage Geduld. M.F. 26.08.2017

Mir ist es noch immer nicht gelungen, die einzelnen Rubriken zu einem sinnvollen Ganzen zu orden. Vielleicht geht das auch garnicht in der linearen Form? Ich bleibe dran!
Mir ist es noch immer nicht gelungen, die einzelnen Rubriken zu einem sinnvollen Ganzen zu orden. Vielleicht geht das auch garnicht in der linearen Form? Ich bleibe dran!

Waidesgrund-wie geht es weiter?

Vieles liegt noch im Dunkeln
Vieles liegt noch im Dunkeln

Im Gespräch der AGORA mit dem Stadtbaurat, Herrn Daniel Schreiner am 22.02.2017, kam zum Ausdruck, dass eine Bürgerbeteiligung am Bauvorhaben am Waidesgrund nicht vorgesehen war. Erfreulicherweise wurde dann in der darauf folgenden Zeit doch ein Instrument zur Bürgerbeteiligung vom Stadtplanungsamt erarbeitet: Von Mitte August bis Anfang September konnten alle Interessierten an einer Bürgerbefragung zum geplanten Bauvorhaben teilnehmen. Wer wollte, hatte hier die Möglichkeit,

sich ausführlich über eigene Vorstellungen äußern, hier sind die einzelnen Teilbereiche:· Wohnformen und Lebensstile·

Freiflächen und Übergänge

Soziale Infrastruktur und Nahversorgung

Verkehr und alltägliche Wege

Charakter und Besonderheiten

 Sonstiges

Obwohl ich diesen Fragebogen als sehr gelungen betrachte und als Geste sehr schätze, habe ich die Fragen dennoch nicht beantwortet. Das lag einerseits an der kurzen Zeitspanne- aber auch daran, dass die für mich wichtigsten Punkte überhaupt nicht berührt wurden.

Es gibt eben Standpunkte, die einfach nicht zusammenpassen. Als Beispiel dazu einen Auszug aus dem Gespräch der AGORA und dem Stadtbaurat Daniel Schreiner:

AGORA:…Wie soll man sich ein Mischkonzept aus sozialem Wohnungsbau und Kongresszentrum vorstellen? In unserer Vorstellung passt das schwer zusammen.

Schreiner: In meiner schon.

An dieser Stelle möchte ich mich am liebsten einklinken und bekomme dazu später sogar Gelegenheit, denn wie es der Zufall so will, treffe ich den Stadtbaurat einige Wochen später bei einer Veranstaltung in Fulda: Ich spreche ihn an, er nimmt sich Zeit für mich, hört genau zu und es entwickelt sich ein wirklich gutes Gespräch. Das Resultat dieses Gespräches ist für mich, dass ich nun seine Perspektive eher verstehen kann. Annähern kann ich mich seinem Blickwinkel dennoch nicht. Was ich unter dem Begriff Urbanität verstehe, sind „Ideale wie Bildung, Weltläufigkeit, feines Wesen und Höflichkeit“ (Wikipedia). Ich gehe auch konform mit vielem, was die politische Soziologie dazu an Erkenntnissen gewonnen hat: Edgar Salin z.B. bindet Urbanität an zwei Bedingungen: Bürgertugend und Mitwirkung der Bürger am Stadtregiment. Letzteres heißt durchgesetzte Demokratie.

(aus seinem Vortrag zur Eröffnung des Deutschen Städtetages1960)http://www-a.ibit.uni-oldenburg.de/bisdoc_redirect/publikationen/bisverlag/unireden/ur61/dokument.pdf

Herr Schreiner denkt nicht in solchen Grenzen wie ich, die ich mir ein Wohnen neben einer 10 Meter(?) hohen Mauer schlecht vorstellen kann: „Warum nicht public viewing von Fußballübertragungen?“ Für mich ist diese Vorstellung grässlich.

http://www.ardmediathek.de/tv/quer-mit-Christoph-S%C3%BC%C3%9F/Bauboom-bedroht-Kleing%C3%A4rten/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14912730&documentId=42028120

 

Meiner Meinung nach soll die Stadt Fulda die Finger von der

Kleingartenanlage lassen und diese stattdessen schützen. Der Ausgangspunkt für (sozialen) Wohnungsbau muss woanders verankert werden, Herr Schreiner!

Auszug aus dem AGORA-Interview:

„Schreiner: Der Anker bei der Bebauung des Geländes ist eine

bereits vorhandene Interessenlage des Investors, der verstärkt Indoor-Messen veranstalten möchte.“

 

In den nächsten Tagen schreibe ich weiter....

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