Die Künstlerische Auseinandersetzung mit bestimmten Themen und Geschehnissen beeinflusst stets die Selbstwirksamkeitserwartung (Albert Bandura) und  wirkt somit immer auf der persönlichen wie auch auf der soziokulturellen Ebene. Kunst kann Veränderungsprozesse bewusst machen, Hilfe bei der Bewältigung sein. Durch die künstlerische Arbeit selbst werden Energien frei, man denke nur an den "veränderten Blickwinkel", welcher durch das absichtslose Spiel entstehen kann und plötzlich neue Möglichkeiten offenbart. Ich beginne an dieser Stelle, meine Arbeit neu zu kategorisieren, weil die bestehenden Überschriften meines Blogs zu unübersichtlich geworden sind.

Es kann noch einige Zeit dauern, bis ich alles geordnet habe und Sie hier Beiträge lesen können. Dies ist auch ein Transformationsprozess. Die Fähigkeit, mit Veränderungen und Übergängen souverän umzugehen, könnte auch als Kunst bezeichnet werden- oder als Lebenskunst. So bin ich auf den Begriff "TransformARTion" gekommen". Eine chronologische Reihenfolge meiner Artikel finden Sie auf der Blog-Startseite. 

Der Hauch über den Dingen Teil 3

Ende Februar 2018 habe ich über einen Aspekt des aktuellen Zeitgeistes geschrieben: den gefühllosen, unachtsamen und respektlosen Umgang mit allem Lebendigen.

Aus Unachtsamkeit wächst Gefühllosigkeit und aus mangelndem Gefühl erwächst Destruktivität. Destruktivität gedeiht am üppigsten auf dem

Boden der verengten Wahrnehmung. 

Flurbereinigung mit tödlichem Ausgang
Flurbereinigung mit tödlichem Ausgang

 Wenn ich nur meine eigenen Absichten im Blick habe, z.B. meinen Acker so effektiv wie möglich zu bewirtschaften, stören selbstverständlich die Hecken am Feldrand.

Oder Hecken auf einem Firmengelände. Die machen zusätzliche Arbeit. Unnötige Arbeit. Am besten weg damit. Städtische Gartenämter machen diesen zerstörerischen Arbeitsstil populär.

Private Gärtner nehmen diesen neuen Trend der Pflegeleichtigkeit begierig auf und setzen Pflegeleichtigkeit mit Lebensleichtigkeit gleich. Ich will hier nicht lamentieren, sondern nur eine kleine Lanze brechen für Hecken, Büsche und Naturräume.

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Der Hauch über den Dingen Teil 2

Im März kann man einen Hauch Magenta über  Wälder und Wiesen erkennen, wenn das Licht günstig ist.

Ein Hauch von Morgenröte in der Schöpferstunde des Jahres

(frei nach einem Lied von Herrmann Claudius)

Doch was wird aus dem Hauch, wenn die Landschaft kurz vor der "schönen scheuen Schöpfer-stunde" kahl rasiert worden ist?

 Amputationen im Drahtzaun
Amputationen im Drahtzaun

Im September 2017 habe ich schon einmal über den „Hauch über den Dingen“ (Christian Morgenstern) angefangen zu schreiben.

„Der Zeitgeist geht seinen Weg“, sagt ein 92 jähriger Mann wenn ich ihn, dreimal die Woche, an der Arbeit treffe. Welcher Geist war denn hier am Werk, der die Bewohner des Hauses an einer der meistbefahrenen Straße in Fulda dazu bewogen hat, die Bäume

und Sträucher zu entfernen? Immerhin noch vor dem 1.März, denn ab dann sind Rückschnittmaßnahmen ja verboten, aus Rücksicht auf die brütenden Vögel. Die haben wohl in diesem Fall, wie in unzähligen anderen auch, das Nachsehen. Mich geht das nichts an, das ist Privatsache der Bewohner, doch ich frage mich trotzdem, warum das Grün komplett weg musste.

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Träum weiter, kleiner Fuchs!

Über den Waidesgrund habe ich ja schon geschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich sogar davon träume, und sogar 13-mal in Folge!

Traum Nr. 1

Ich wache erschrocken auf weil ich denke, ich habe die Frist verpasst, die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes anzuschauen. Eine Woche lang, kurz vor Weihnachten,

 haben die Bürger Gelegenheit, diese im Stadtschloss einzusehen.

Doch ich kann zufrieden wieder einschlafen- denn heute ist der 22.Dezember 2017-der letzte Tag. Und ich habe frei!

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ReformARTion und TransformARTion Teil 2

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Waidesgrund-wie geht es weiter?

Vieles liegt noch im Dunkeln
Vieles liegt noch im Dunkeln

Im Gespräch der AGORA mit dem Stadtbaurat, Herrn Daniel Schreiner am 22.02.2017, kam zum Ausdruck, dass eine Bürgerbeteiligung am Bauvorhaben am Waidesgrund nicht vorgesehen war. Erfreulicherweise wurde dann in der darauf folgenden Zeit doch ein Instrument zur Bürgerbeteiligung vom Stadtplanungsamt erarbeitet: Von Mitte August bis Anfang September konnten alle Interessierten an einer Bürgerbefragung zum geplanten Bauvorhaben teilnehmen. Wer wollte, hatte hier die Möglichkeit,

sich ausführlich über eigene Vorstellungen äußern, hier sind die einzelnen Teilbereiche:· Wohnformen und Lebensstile·

Freiflächen und Übergänge

Soziale Infrastruktur und Nahversorgung

Verkehr und alltägliche Wege

Charakter und Besonderheiten

 Sonstiges

Obwohl ich diesen Fragebogen als sehr gelungen betrachte und als Geste sehr schätze, habe ich die Fragen dennoch nicht beantwortet. Das lag einerseits an der kurzen Zeitspanne- aber auch daran, dass die für mich wichtigsten Punkte überhaupt nicht berührt wurden.

Es gibt eben Standpunkte, die einfach nicht zusammenpassen. Als Beispiel dazu einen Auszug aus dem Gespräch der AGORA und dem Stadtbaurat Daniel Schreiner:

AGORA:…Wie soll man sich ein Mischkonzept aus sozialem Wohnungsbau und Kongresszentrum vorstellen? In unserer Vorstellung passt das schwer zusammen.

Schreiner: In meiner schon.

An dieser Stelle möchte ich mich am liebsten einklinken und bekomme dazu später sogar Gelegenheit, denn wie es der Zufall so will, treffe ich den Stadtbaurat einige Wochen später bei einer Veranstaltung in Fulda: Ich spreche ihn an, er nimmt sich Zeit für mich, hört genau zu und es entwickelt sich ein wirklich gutes Gespräch. Das Resultat dieses Gespräches ist für mich, dass ich nun seine Perspektive eher verstehen kann. Annähern kann ich mich seinem Blickwinkel dennoch nicht. Was ich unter dem Begriff Urbanität verstehe, sind „Ideale wie Bildung, Weltläufigkeit, feines Wesen und Höflichkeit“ (Wikipedia). Ich gehe auch konform mit vielem, was die politische Soziologie dazu an Erkenntnissen gewonnen hat: Edgar Salin z.B. bindet Urbanität an zwei Bedingungen: Bürgertugend und Mitwirkung der Bürger am Stadtregiment. Letzteres heißt durchgesetzte Demokratie.

(aus seinem Vortrag zur Eröffnung des Deutschen Städtetages1960)http://www-a.ibit.uni-oldenburg.de/bisdoc_redirect/publikationen/bisverlag/unireden/ur61/dokument.pdf

Herr Schreiner denkt nicht in solchen Grenzen wie ich, die ich mir ein Wohnen neben einer 10 Meter(?) hohen Mauer schlecht vorstellen kann: „Warum nicht public viewing von Fußballübertragungen?“ Für mich ist diese Vorstellung grässlich.

http://www.ardmediathek.de/tv/quer-mit-Christoph-S%C3%BC%C3%9F/Bauboom-bedroht-Kleing%C3%A4rten/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14912730&documentId=42028120

 

Meiner Meinung nach soll die Stadt Fulda die Finger von der

Kleingartenanlage lassen und diese stattdessen schützen. Der Ausgangspunkt für (sozialen) Wohnungsbau muss woanders verankert werden, Herr Schreiner!

Auszug aus dem AGORA-Interview:

„Schreiner: Der Anker bei der Bebauung des Geländes ist eine

bereits vorhandene Interessenlage des Investors, der verstärkt Indoor-Messen veranstalten möchte.“

 

In den nächsten Tagen schreibe ich weiter....

Der Hauch über den Dingen

Zu den schönsten Geschichten, die ich je gelesen habe, gehört zweifellos auch: „ Der Mann, der Bäume pflanzte“ von JeanGiono. Es ist die Geschichte des Hirten Elzéard Bouffiers, der in seinem Leben unzählige Bäume pflanzte- scheinbar beiläufig und unauffällig. Doch am Ende seines Lebens waren durch sein beständiges Tun riesige Wälder entstanden….Auf die Frage, wo die von Elzéard Bouffier gepflanzten Wälder zu finden seien, antwortete Giono später: „ Wenn Sie nach Vergons gehen, werden Sie nichts sehen: Seit jener Zeit ist alles verändert und über den Haufen geworfen worden, um Silos für Atomraketen. Schießplätze und mehrere Ölreservoirs anzulegen. Sie werden nicht die Spur eines Andenkens an Elzéard Bouffier finden. Seien Sie zufrieden mit dem Text und mit dem Geist der Sache. Er hat sein Genügen in sich.“

Das erinnert mich an Christian Morgenstern:

"Der Hauch über den Dingen ist das Beste"

Warum mir das an dieser Stelle in den Sinn kommt? Keine Ahnung, vielleicht weil es einerseits zwar traurig ist, wie gedankenlos die Wälder des Hirten-sein Lebenswerk- einfach wieder zerstört wurden. Alles wurde  abgeholzt- obwohl seine lebenslangen Pflanzungen ein Segen für die gesamte Region war: Mit den Wäldern schwand allmählich die Dürre, es regnete, der Boden wurde wieder fruchtbar, es konnten wieder Menschen in den verlassenen Dörfern wohnen und von den Feld-und Ackerfrüchten leben. Heute also Silos für Atomraketen.

Doch: andererseits möchte ich mich von dem, was nun einmal geschehen ist, nicht entmutigen lassen. Ist es denn nicht der „Geist der Sache“, der  letztendlich entscheidend ist ?Wenn ein Mensch sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, kann er das auch erreichen, und zwar: ruhig, planvoll, geduldig, kontinuierlich und ohne sich von Zweifeln entmutigen zu lassen. Das Beispiel des Hirten wirkt auch einige Generationen nach ihm, der Geist lebt. Mir gefällt der Begriff „Hauch“ an dieser Stelle besser,warum, das erkläre ich in den nächsten Tagen- und natürlich auch, was das mit dem Klimawandel und den städtischem Grün zu tun hat.

Ist das nicht ein Fingerzeig?
Ist das nicht ein Fingerzeig?

Natürlich weiß ich dass nicht jeder mit der von mir verwendeten Metapher vom zeitlosen Geist etwas anfangen kann. Und bei manchen Menschen braucht es schon unglaublich viel Vorstellungskraft dafür, dass sie jemals von gutem Geist erfüllt oder wenigstens in minimalster Dosierung berührt werden. Im Mai dieses Jahres besuchte Donald Trump Papst Franziskus. Mit auf den Weg gab der Papst Trump auch seine 2017 veröffentlichte Friedensbotschaft sowie drei seiner Schreiben - darunter seine zweite Enzyklika „Laudato si'“, die sich mit dem Umwelt- und Klimaschutz befasst, ein Thema, bei dem Trumps und Franziskus' Positionen weit auseinander gehen, um es mal ganz gelinde auszudrücken. „Ich werde sie lesen“, sagte Trump. Nun muss ich zugeben, dass ich sehr daran zweifle, dass Trump „Laudato si“ so liest wie ich. Die Aktivisten von Greenpeace, die den Petersdom am Vorabend der Audienz mit der Aufschrift: „Planet Earth first“ anstrahlten, hatten wohl gute Gründe dafür, Herrn Trump diese Art von Erleuchtung, pardon Beleuchtung zu schenken. Der Präsident ist mit seinem Motto „America first“ wieder nach Hause gefahren. „Laudato si“ musste er einstecken. Mit der Lektüre ist er sicher noch nicht fertig.

Es hilft nichts, sein Augenmerk nur darauf zu richten, was nicht zu ändern ist.

. Besser ist es, sich auf das zu konzentrieren, was bereits gut läuft.

Eine Binsenweisheit- eigentlich…

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Kreativwettbewerb "So wollen wir leben"

An diesem Wettbewerb werde ich teilnehmen- alleine oder im Team. Wer möchte mit mir zusammenarbeiten-bitte unter Kontakt melden.

"Was macht für Sie „gutes Leben“ aus? Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft und für die Ihrer Kinder und Enkelkinder? Der vom Runden Tisch Bildung für Nachhaltige Entwicklung initiierte Wettbewerb „So wollen wir leben!“ ruft dazu auf, der eigenen Vision einer lebenswerten Zukunft künstlerisch Ausdruck zu verleihen. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Ob malen, fotografieren, dichten, tanzen, schauspielern oder modellieren – jede Ausdrucksform ist möglich. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sollen dabei als Inspiration dienen. Als Gewinn winkt die große Bühne für das Werk: Denn am 6. September 2018 bietet der fünfte Hessische Tag der Nachhaltigkeit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen öffentlichkeitswirksamen Rahmen für die Präsentation ihrer Beiträge. Darüber hinaus werden aus allen Wettbewerbsbeiträgen acht ausgelost, die am Nachhaltigkeits-Sofa in Wiesbaden präsentiert werden. Sie möchten mitmachen und suchen noch nach einer Idee? Dann werfen Sie unter www.sowollenwirleben.info einen Blick in die bereits eingegangenen Beiträge oder lassen Sie sich von den Beispielen für mögliche Wettbewerbsbeiträge inspirieren."

   

 

Die Quelle dieses Gebetes konnte ich nicht eindeutig recherchieren. Ich finde es jedenfalls sehr schön-als Beispiel dafür, dass oft die Wurzel für unsere Probleme in unseren eigenen Erwartungen liegen und nicht in den Veränderungen.
Die Quelle dieses Gebetes konnte ich nicht eindeutig recherchieren. Ich finde es jedenfalls sehr schön-als Beispiel dafür, dass oft die Wurzel für unsere Probleme in unseren eigenen Erwartungen liegen und nicht in den Veränderungen.