Mögliche Ziele einer künstlerischen Begleitung von Menschen mit Demenz: 

Es gibt Grundbedürfnisse, die bei allen Menschen, mit oder ohne Demenz, gleich sind, z.B. das Bedürfnis, als Person anerkannt zu werden. Die künstlerische Begleitung sollte nicht für die betreffende Person denken und z.B. Ziele der Begleitung definieren, sondern die Hoheit hierüber bei der Person (mit Demenz) lassen. Es geht in der künstlerischen Begleitung darum, einen entwicklungsoffenen Raum oder einen Prozess zu ermöglichen.

Der Verlauf einer Demenz kann in verschiedene Phasen unterteilt werden. Nach Michael Ganß und Anne Stark (International Institute for Subjective Experience and Research – ISER und Kunstdialog Hamburg) gibt es 9 Phasen der Demenz, von der Vorphase über die Ahnungsphase bis zum “Rückzug in sich selbst”. Diese Unterteilung verstehe ich als Orientierungshilfe, um die Bedürfnisse der Menschen mit Demenz besser wahrnehmen und verstehen zu können. Jede Phase hat ihre Besonderheiten und dementsprechend können auch die Ziele, die aus der künstlerischen Begleitung erwachsen, unterschiedlich sein oder sich mit der Zeit ändern. Einige wenige Ziele seinen hier genannt:

 

- Erleben des Gefühls der Verbundenheit mit der Welt

- Das Erleben des Person-Seins

- Freiräume bieten und aufzeigen

- Geschehnisse als wandelbar zu erleben

- eigene, schöpferische Kräfte zu spüren

- Sinnbehafteter und gestalteter Rückzugsort

- Seelische Stabilisierung

- Stärkung der Person

- Verarbeiten einer Belastungssituation

- Artikulation des eigenen Erlebens ermöglichen

- Sicherheit, Erhalt von Strukturen und Kompetenzen

 

In meiner Arbeit bin ich stets bemüht, die Ziele mit meinen Klienten gemeinsam zu entwickeln.