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Die Verbeutelung

Erstaunt über die Wanderbewegungen in meiner Handtasche und genervt von der ständigen Suche nach verschollenen Gegenständen in Haupt-und Seitenfächern dachte ich neulich ernsthaft über ultimative Ordnungs-systeme nach:

Wie kommt es nur immer wieder, dass beispielsweise Haarnadeln zunächst verschwinden- und zwar spurlos- um ein paar Tage später als Rudel in einer Seitentasche wieder aufzutauchen? Kugelschreiber und Bleistifte scheinen telekinetische Fähigkeiten zu haben und neigen auch zur Gruppenbildung. Ein möglicher Lösungsansatz ist ja die Verpackung der Dinge in verschiedene kleine Hüllen, Täschchen und Beutelchen.

Behälter, um möglichst Müll -frei Auch beim Einkaufen teste ich seit einiger Zeit verschiedene Beutel und einzukaufen.

 

Die Obstbeutel-Serie entwickelte sich weiter und umfasst mittlerweile verschiedene Modelle: kleine Beutelchen für 3 Zitronen, andere  mit bunten Verschlussbändchen zum Zusammenziehen – ganz nach individuellen Vorlieben. Schließlich kam mir die Idee, auch Brotbeutel zu nähen. Die benutze ich selbstschon länger- warum also nicht ein ganzes Geschenk-Set nähen? Stoffreste aus Baumwolle und Leinen habe ich noch genug. Und zum guten Schluss entdeckte ich eine passable Anleitung zur Herstellung von Bienenwachstüchern- die kam mir gerade recht, danke Johanna! Ich habe nicht so viel Backpapier gebraucht und bin auch sparsam mit dem Wachs umgegangen. So habe ich die größten Tücher ganz unten als Unterlage gelegt. So ist alles, was an beim Bügeln an Wachs geschmolzen ist, auf die unteren Tücher gelaufen. Diese habe ich dann zum Schluss nur an einigen Stellen nachgearbeitet-fertig. Der Tipp mit dem Fön war jedenfalls super. Eigentlich ist es ganz leicht, mit einer richtig guten Anleitung. Ach so, ich habe ein altes Bügeleisen  benutzt, das konnte ich aber auch problemlos reinigen. Insgesamt ist es natürlich ein Stück Arbeit. Aber die Bienenwachspellets hatte ich übrig, die Stoffreste und Bänder auch und nun habe ich Anfang Oktober schon alle Weihnachtsgeschenke fertig!

Brot im Leinenbeutel finde ich persönlich sehr appetitlich und ästhetisch.

Die Menge an eingespartem Papier lässt sich gut ermessen, wenn man die Papiertüten mal eine Weile sammelt- ich finde es schon beträchtlich, wieviel da zusammenkommt.

Und es ist einfach völlig unnötig, Papiertüten zu verwenden, wenn ich so schöne Beutel habe.

Nähen macht glücklich!  Besonders, wenn ich einerseits schöne, ganz individuelle Unikate herstelle und dabei noch alle möglichen Stoffreste-und Überschüsse verwerten kann. Einmal im Flow, nähte ich mir auch noch einen textilen Rucksack, der wunderbar leicht ist und genau die Maße besitzt, wie ich sie brauche.Bild folgt in Kürze

 

 

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