Mail Art

Mai 2018: "betört"

betört
betört

Das Thema "betört"

fand ich zunächst

nicht so einfach.

Als ich dieses Bild entworfen hatte,

kam mir noch eine

Idee für die Rückseite.

Herzlichen Dank an Reiner Kunze für die entliehenen Wörter!

 


April 2018: "Auferstehung"  Materialgeschichte: von einem alten Lexikon aus dem Sperrmüllhaufen und ausgedienten Papierblüten vom Rosenmontagsumzug baute ich ein Dach für meine Litfaßsäule zum Reformationsjahr. Danach zerschnitt ich das Papierdach zu Postkarten. Der Schmetterling ist gestempelt.

Und siehe:

 

Aller Abfall ist heilig

So wie alles Lebendige auf dieser Erde recycelter

Sternenstaub ist.

 

und weil ich beim "heiligen Abfall" aus dem Vollen schöpfen kann, ist der Briefumschlag aus einem alten Autoatlas gefaltet. Das auf dem Umschlag gedruckte "Ewigkeitstier" entstand aus einem selbstgebauten Stempel, den ich aus einem alten Fahrradschlauch hergestellt habe. Was das für ein Tier sein soll ?  Dieses "Ewigkeitstier" reist in der Zeit vor und zurück, also in die Vergangenheit und in die Zukunft. Es kann beritten werden. Je nach Reiterposition schaue ich also in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Die größte Schwierigkeit beim Reiten ist, innezuhalten und im Moment zu verweilen. Das "Ewigkeitstier" gehört im Übrigen der gleichen Kategorie an wie die "Zwischentonkatze".


März 2018, Thema "Frühlingsgefühle":


Im Februar 2018 zum Thema "Langsam aber sicher":

Langsam aber sicher
Langsam aber sicher

Über Pierre de Fermat (1601- 1663), den Schöpfer der Wahrscheinlichkeits-rechnung ist bekannt, dass er die Mathematik als geistiges Training betrachtete, wie die

„Nordwestdeutsche Zeitung“ am Freitag, den 6.Juni 1906 berichtet.

Wir wissen, dass Pierre de Fermat großes Interesse an geometrischen oder mathematischen Theorien hatte, der Bezug zur realen Welt kümmerte ihn jedoch nicht im Geringsten. Umso überraschender sind deshalb jüngste Forschungsberichte, welche die Vermutungen nahelegen, das eine oder dass andere mathematische Axiom könnte Fermat auch im Alltag nützlich gewesen sein, so zum Beispiel bei der Jagd. Die Differentialrechnung war und ist, auch in ihren spezifischen Spielarten wie der Jagd auf Sinus und Cosinus, eben doch nicht so aufregend wie eine echte Jagdszene mit ständig wechselnden, schwer zu berechnenden Parametern wie Glück, Arglosigkeit oder der Gruppendynamik in der Laienjägergemeinschaft. Die Anpirschgeschwindigkeit stellt dabei noch den verlässlichsten Berechnungswert dar und noch heute gilt der Fermat’sche Satz: „Langsam aber sicher“ 


Die nächste Runde, im Januar 2018 trägt den Titel:

"Auf leisen Sohlen". Was mir dazu eingefallen ist, habe ich hier beschrieben: Die Zwischentonkatze.


Achtung, aufgepasst: Das aktuellste Bild platziere ich von nun an immer oben. Wer wissen möchte, wie alles anfing, muss abwärts scrollen.


Seit dem letzten Playing Art-Symposion im Oktober 2017 bin

ich ein frohes Postkartenkunst-gruppenmitglied. Das funktioniert so, dass abwechselnd jede/r aus der Gruppe ein Thema oder einen Begriff vorgibt und alle entwickeln dazu eigene Bilder, bringen diese dann in Postkartenformat und verschicken sie an alle Postkartenkunstgruppenmitglieder (Sie sehen, das Wort gefällt mir).  Das erste Thema lautete: Drück dich aus! In meiner Fantasie entstanden viele verrückte Bilder von Zitronen, zunächst von einzelnen, dann wurden es immer mehr.

Als die Schar eine beachtliche Größe erreicht hatte, fiel mir noch eine Kurzgeschichte dazu ein:

"Ich war mir sicher, die Zitrone auf den Küchenschrank gelegt

zu haben, um sie später auszudrücken doch als ich dann zurück in die Küche kam, war sie weg.

Verwundert schloss ich das Fenster- wieso stand das eigentlich auf?

Dann kam ein Anruf- ich musste nochmal weg. Beim Einbiegen in die Landesstraße sah ich eine Zitrone am Straßenrand, ihren Daumen in den Wind haltend. Nun spinnst du ganz und gar, dachte ich mir.

Das ist nun ein paar Jahre her und ich hatte den merkwürdigen Vorfall längst vergessen. Heute habe ich eine Karte bekommen, aus

„LemonARTa“, einer Region in der Freien Republik Lemonien.

Frisch und lustig soll es dort zugehen."

Frisch und lustig fand ich diese Aufgabe und eine wunderbare Gelegenheit, sich eine Pause aus dem Alltagseinerlei zu gönnen: "Entschuldigung, ich habe noch zu tun...."

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