Über den Stand des neuen Projektes informiert der Artikel wie folgt:
„Seit März 2026 erarbeitet das Klimaschutzmanagement der Stadt Fulda mit zwei Fachbüros das Klimaanpassungskonzept.“
Alter Wein in neuen Schläuchen? Immer wieder leicht veränderte Begrifflichkeiten suggerieren Bewegung, die in Wirklichkeit nicht stattfindet. Klimaschutz, Klimaanpassung, Klimairgendwas.
Wie oft wird dieses Projekt eigentlich begonnen?
Mit fast dem gleichen Worten wurde im Mai 2023 ein neues Klimaschutzkonzeptes der Stadt Fulda vorgestellt. Ich hatte damals schon nicht verstanden, wieso ein neues Konzept erstellt wird-ohne jegliche Bilanz aus dem alten zu ziehen- immerhin zehn Jahre „Arbeit“, denn das Klimaschutzkonzept wurde ja bereits 2013 erstellt.
Vielleicht ist es mir entgangen, welche Art von Bilanz das damit beauftragte Büro „Cooperative, Infrastruktur und Umwelt“ im Jahr 2023 aus den zehn Jahren Klimaschutzkonzept (seit 2013) gezogen hat. Und sicher war ich nicht aufmerksam genug, die Taten der Stadt Fulda für den Klimaschutz zur Kenntnis zu nehmen.

Meine Auffassung von Klimaschutz, das ist mir schon lange klar, steht sowieso in einem deutlichen Missverhältnis zu dem, was die Stadt tut.
Bäume zu pflanzen- oder besser noch(!), alte Bäume stehen zu lassen- das ist irgendwie zu simpel oder zu altmodisch für kommunale Expertenteams. Da muss schon mal ein Green Tower entwickelt werden, ein Pilotprojekt zur Schaffung von Grün. (seihe FZ, 30.Mai, Seite 15) Und dieser Grüne Turm von Fulda steht in der Bahnhofstraße, dort wo die Robinien im Jahr 2020 „entfernt“ wurden. Ja, genau in dem Jahr, als die Robinie „Baum des Jahres“ war.

Doch zurück zu dem obengenannten Artikel über das Konzept, welches Menschen widerstandsfähiger machen soll. Oder die Städte. Oder sind doch die Menschen gemeint, die widerstandsfähiger gemacht werden sollen- gegen die Städte oder gegen die Expertenteams? Die Bürger werden also mal wieder darüber informiert, dass sich jetzt, wie bereits im Jahr 2023, eine Expertenkommission bilden wird, die ihre Vorschläge dann in 2027 den politischen Gremien und der Öffentlichkeit präsentieren wird. Mal sehen, wie das Konzept dann heißen wird, vielleicht: „Fortschreibung des Klimaanpassungkonzeptes“.
Und ebenso wie in 2023, äußern verschiedene Bürger ihre Vorfreude ihrer Mitwirkung in diesem Prozess und sind gespannt auf die Bilanz!
Mir tun die Leute leid, die aus gutem Willen der wohlgemeinten Einladung Herrn Schreiners zum Klimaspaziergang zu den heißesten Stellen Fulda folgen möchten. Deswegen schicke ich meinen bescheidenen Vorschlag an Herrn Stadtbaurat Daniel Schreiner, der gerade in einem unnachahmlichen, Fulda-typischen Streich in eine neue Amtszeit gehievt worden ist:
Ein Spaziergang reicht doch vollkommen aus, wenn man nur das Ziel klug auswählt. Angenommen, Sie würden die Spaziergänger in die Straße „Am Kleegarten“ einladen, dann würden Sie eine von Bäumen überschattete Straße finden. Nicht nur das! Die Bäume stehen in zwei Reihen, so ist ein angemessener Abstand zum Rad-und Fußweg gewährleistet. Dieser Weg ist äußerst angenehm zu befahren, von einer Hecke gesäumt und von großen Bäumen beschattet, ist es dort kühler als in den Straßen ringsum. Ich möchte jetzt nicht wieder mit der Ursuppe anfangen und die Wirksamkeit von Bäumen und Sträuchern erklären. Das kann ja dann Thema des geführten Spaziergangs sein. Ich denke, hier ist ein Positivbeispiel, welches für die ganze Stadt nachgeahmt werden soll:
Alle Straßen sind Alleen, alle Wege mit Bäumen und Hecken beschattet. Die Deutsche Allenstraße führt quasi durch Fulda hindurch und Fulda ist das Grüne Herz Deutschlands. Das wäre doch was, oder?

Doch für solch einen Titel müssten auch alle Parkplätze, auch die vor allen Märkten Bäume zur Beschattung haben. Das absolute Negativbeispiel dazu ist der Parkplatz vorm Emaillierwerk-eine Asphaltwüste, nur als abschreckendes Beispiel zu gebrauchen. Eine Verstümmelung von Bäumen wie im Einkaufszentrum Frankfurter Straße (dm, Penny, Schuh Center usw) wird verboten. Oder bei Norma, Weimarer Straße, oder vorm Arbeitsamt, Dalbergstraße oder oder oder. Eine richtig wirksame Klimaanpassungsmaßnahme ist auch die Verringerung des Autoverkehrs zugunsten des Öffentlichen Nahverkehrs und verbesserte Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer. Mir klingen schon jetzt all die bekannten Argumente in den Ohren, warum etwas nicht gemacht werden kann, dennoch möchte ich meine Ansichten äußern, zum Beispiel zum „perfekten Radweg“.


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