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Neues aus dem Büro für StadtverWALDung

Hatten Sie auch schon eine solche Karte im Briefkasten?
Hatten Sie auch schon eine solche Karte im Briefkasten?

Während draußen alles grünt und blüht und die Prozessionen zu den Blütenteppichen unterwegs sind, gehe ich in die zweite Runde meiner Sommerkampagne, die auch ein kleines soziales Experiment ist. Hier habe ich darüber berichtet und hier ist die Kurzform: Ich habe ein hervorragend schönes Haus ausgezeichnet und dem Besitzer oder Bewohner eine Urkunde verliehen: eine Würdigung seiner Bemühungen, sein Wohnumfeld zu begrünen und zu verschönern. Gleichzeitig habe ich diese Karten in alle umliegenden Briefkästen verteilt. Meine Hoffnung war und ist, dass sich die Menschen inspirieren lassen und selbst anfangen zu pflanzen.

Mehr Grün in der Stadt ist  dringend notwendig- meint das Büro für StadtverWALDung.

Heute, zu Fronleichnam, ist mir zufällig, ein schöner Text in die Hände gefallen,der aus der Zukunft heraus beschreibt, was sich verändert hat, als die Menschen begannen, Gottes Auftrag richtig zu verstehen: Hier ein Auszug:
„Am ersten Tag des vierten Jahres gab es wieder natürliches Leben in der Stadt:Pflanzen und Tiere.
Denn die Menschen hatten die letzte Grünanlage fertiggestellt.
Kein Wohnviertel ohne Blumen und Bäume, und die Menschen wurden
von Vogelgezwitscher geweckt. Und um die Städte wurden ganze Gürtel von Wiesen und Wäldern angelegt.
Niemand mehr mußte aus der Stadt flüchten.“

(Inge Karner,
aus: Bundesleitung der Katholischen Jungen Gemeinde (Hg.),
Beten durch die Schallmauer (Impulse und Texte),
Düsseldorf 1985, 155f

 

Auf diesem Bild sieht man das Bäumchen vor dem Haus, welches am 1.März ausgezeichnet worden ist.

Es wurde an einer Stelle aufgestellt, wo nach Baumaßnahmen versäumt worden ist, die ursprüngliche Grünfläche wiederherzustellen.Das Bauloch wurde einfach mit Schotter abgedeckt. Die Bewohner hätten dies schon gern geändert, haben aber leider nichts erreicht.Manchmal ist das so mit bestimmten Behörden. Also haben sie sich Rindenmulch besorgt- das ersetzt zwar keine Erde,deckt aber jetzt den Schotter ab.

 

Das Bäumchen gedeiht prächtig und passt gut zu dem liebevoll gestalteten Schaufenster des kleinen, feinen Lädchens in der Kronhofstraße.

Nun habe ich voller Freude ganz in der Nachbarschaft des ausgezeichneten Hauses,diese Blumenkästen entdeckt. Sind sie etwa durch meine Initiative angebracht worden? Oder waren die schon in den Jahren zuvor da und ich habe sie nur nicht bemerkt?

Ich weiß es nicht. 

Dann habe ich noch ein zweites Haus mit Blumenkästen entdeckt.

Es wäre doch schön, wenn sich dieser Trend zu mehr Grün fortsetzen würde und wir wirklich wieder von Vogelgezwitscher geweckt würden- und nicht von Verkehrslärm. Und so habe ich heute wieder eine Urkunde verliehen und in die umliegenden Häuser Karten verteilt- das nächste Mal berichte ich, wo. Inzwischen rate ich Ihnen, schon mal Bäume im Kübel vorzuziehen- ich habe auch noch ein paar zu verschenken.

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