Wie gelingt eine gute Planung?

Dieser Frage widmeten wir uns in einer von mir gestalteten Weiterbildung für Betreuungsassistentinnen in diesem Sommer. Gerade für Quereinsteigerinnen ist ein Neustart in die Betreuungsarbeit nicht immer leicht, hauptsächlich weil man/frau sich Woche für Woche etwas Neues ausdenken muss ! Ist das so?

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht:

 Wie gelingt eine gute Planung?
Meine These Nummer 1 lautet:

 Eine gute Planung macht viel Arbeit…doch die Rendite ist lohnenswert.  Die Planung ist wie ein Obstbaum, dessen Früchte mich bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung erfreuen und mir das Leben erleichtern. Und: die Arbeit kann auch Spaß machen! 

These 2: Eine gute Planung gelingt am besten, wenn ich liebe, was ich tue. Je mehr ich meiner Individualität Ausdruck verleihen kann, desto befriedigender empfinde ich meine Arbeit. Ja, es kann sein, dass ich dann „Arbeit“ als einen zutiefst schöpferischen Prozess erlebe, wie ich hier am Beispiel meiner Planungsarbeit

verdeutlichen möchte:

„Am Anfang war das leere Notizbuch. Am ersten Tag bekam es eine Jahresstruktur, indem es in 12 Abschnitte für die jeweiligen Monate geteilt wurde. Außerdem wurden die Seiten nummeriert, Inhaltsverzeichnis und ein Stichwortregister angelegt. Am zweiten Tag kam der erste Inhalt in das Buch. Beispiel: Totensonntag im November. Am dritten Tag kam die erste Eintragung in das Register: „Tod und Hoffnung“ und ins Inhaltsverzeichnis: Märchen, S.125. Auf der Seite125 wurden die Titel geeigneter Märchen vermerkt, denn dort wo ein Anfang ist, kommen wachsen die Ideen von alleine. Am vierten Tag wurden für den Monat November verschiedene Sparten geschaffen-für jede eine Seite: Bewegung, Begegnung, Basteln und Gestalten, Lieder usw. Am fünften Tag wurde die erste Sparte mit Inhalten gefüllt: Unter „Basteln“ kamen die Einträge „Krippe basteln, Anleitung siehe Ordner xy“Diese Vermerke, wo was abgeheftet ist, wird sich später als sehr, sehr hilfreich erweisen. Am Abend des fünften Tages wurde eine Zeitungsnotiz (z.B. über Maikränze) in den Monat Mai geheftet- der nächste Mai kommt zwar erst in 8 Monaten, aber die Idee ist schon mal fixiert. Am sechsten Tag füllte sich das Buch, die Sparten differenzierten sich noch weiter aus. Eine neue These entstand: Mit Zetteln kann ich Verzetteln vermeiden. Denn: Jeder Einfall, alles Interessante, was mir am Tage begegnet, notiere ich auf Zettel. Am Abend leere ich die Handtasche: Manchmal habe ich zwei Zettel darin, manchmal einen, oft auch gar keinen. Wichtig ist, den Zettelinhalt in mein Planungsbuch zu übertragen. Für die Planung am PC,(wichtig auch zum Zwecke der Dokumentation) greife ich auf meine Notizen aus meinem Buch zurück. Am siebten Tag ruhte alle Arbeit, denn zum ersten Mal konnte ich auf die Einträge vom Vorjahr zurückgreifen. Die fand ich so gut, dass ich sie einfach übernahm, ohne zu ändern. Änderungen folgen unausweichlich, doch gehen diese sehr leicht von der Hand, wenn eine solide Grundstruktur vorhanden. ist. Die Leichtigkeit basiert auf den gemachten Erfahrungen- und auf der guten Planung.

Und siehe, es war sehr gut!“

Welche Hürden bestehen zwischen guter Planung und deren Umsetzung ? Und wie kann ich diese am besten überwinden, umgehen oder gar umstürzen ?

Das ist meiner Meinung nach die wesentliche Frage zum Thema "Planung", an einem Artikel dazu arbeite ich gerade.

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