Nette Post ist wie ein Lichtblick im Alltag, danke für die Grüße, die ich hier veröffentlichen darf:
Liebe Daheimgebliebenen im Büro für StadtverWALDung,
Leider können wir beim Neujahrstreffen nicht dabei sein, weil wir gerade in südlichen Gefilden unterwegs sind, doch in Gedanken sind wir bei euch.
Ich habe einen Fernsehbericht über dieses griechische Projekt 3-30-300 gesehen. Das fand ich sofort gut und das wollen wir uns jetzt vor Ort anschauen.
Vielleicht ist das auch etwas für Fulda?
Die 3-30-300-Regel ist ein urbanes Konzept zur Förderung von Stadtgrün für Klimaresilienz, das in Griechenland (z.B. in Athen) durch Projekte wie "3-30-300 ATHENS" angewendet wird, um Klimaschutz und Lebensqualität zu verbessern, indem es fordert, dass jeder 3 Bäume sehen, 30 % Kronendachbedeckung und maximal 300 Meter zu einem Park haben sollte, was Athen hilft, seine ambitionierten Klimaziele zu erreichen.
Die 3-30-300-Regel erklärt:
3 Bäume: Jeder Einwohner sollte von seinem Fenster aus mindestens drei große Bäume sehen können, um Stress abzubauen und psychisches Wohlbefinden zu fördern.
30 % Kronendach: Jede Nachbarschaft sollte mindestens 30 % Baumkronenanteil aufweisen, was das Mikroklima kühlt, Hitzebelastungen reduziert und die Luftqualität verbessert.
300 Meter: Jeder sollte nicht weiter als 300 Meter von einem hochwertigen Park oder einer Grünfläche entfernt sein, um Erholung und Bewegung zu fördern.
Wir sind noch bis Ende März unterwegs. Nächste Woche besichtigen wir Valencia: Beim ersten Durchfahren haben wir das auch schon gesehen - Valencias Stadtbegrünungskonzept, das zur "Grünen Hauptstadt Europas 2024" führte, basiert auf einem integrierten Ansatz: Umwandlung des ehemaligen Flussbetts des Turia in einen riesigen Park (Jardins del Turia), Schaffung autofreier Zonen in der Altstadt, Förderung lokaler, saisonaler Landwirtschaft ("Null-Kilometer-Gastronomie") und ein ambitioniertes Ziel der Klimaneutralität bis 2030, unterstützt durch nachhaltigen Tourismus und verbesserte öffentliche Verkehrsmittel.
Turia-Gärten: Das Herzstück der Begrünung ist der umgeleitete Fluss Turia, dessen trockenes Flussbett zu einem neun Kilometer langen grünen Band mit Parks, Sportanlagen und Kulturorten umfunktioniert wurde – ein Erfolg der Bürgerinitiative gegen eine geplante Autobahn.
Autofrei Zonen und Tempolimits: Die Altstadt wurde weitgehend für Autos gesperrt, und es gilt ein Tempolimit von 30 km/h in der Innenstadt, was zu mehr Ruhe und Lebensqualität führt.
Grüne Lunge & Erholung: Der Cabecera-Park am westlichen Ende der Gärten ist als natürliche Fluss- und Seenlandschaft gestaltet und dient als wichtige grüne Lunge der Stadt.
Nachhaltige Landwirtschaft & Gastronomie: Gemüseanbau am Stadtrand und Restaurants, die ausschließlich lokale, saisonale Produkte verwenden ("Null-Kilometer-Gastronomie"), reduzieren Transportwege und Abgase.
Klimaneutralität 2030: Das übergeordnete Ziel ist Klimaneutralität, mit Plänen, auch das öffentliche Verkehrssystem vollständig elektrisch zu betreiben.
Lebensqualität im Freien: Aufgrund vieler Sonnentage und kleinerer Wohnungen legt Valencia Wert auf öffentliche Räume, die das Leben im Freien fördern
Ansonsten herrscht aber in Valencia leider in den Rundherumstraßen das völlige Verkehrschaos. Es gibt kaum eine vernünftige Stadtumgehung, wenn man von Norden kommend - so wie wir - nach Süden will. Wir standen Stunden im Stau, mussten mehr oder weniger durch die Innenstadt von Valencia durch und standen in X 4-5 spurigen Kreiseln und kamen nicht voran. Nun schauen wir uns an, was es mit "Grünen Hauptstadt Europas 2024" wirklich auf sich hat.
Herzliche Grüße
B.& W.


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