Mein Beitrag zur Nachhaltigkeitswoche 2025 war das Bildungsangebot "Bohnen statt Drohnen".
Für diesen Aktionstag habe ich mir viele gute Gedanken gemacht und denke deshalb- und weil sich die politische Lage in unserem Land immer mehr zuspitzt- an Verstetigung.
Nun hoffe ich, dass die Vorbereitungen bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein werden und ab 2026 in Fulda ein Beratungsnetzwerk der Deutschen Friedensgesellschaft tätig werden kann.siehe:
Bislang lade ich sie ein, hier weiterzulesen und sich mit mir über die sehr lesenswerten Beiträge zu freuen, die ich auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung gefunden habe:
"Eines der charakteristischen Merkmale von Herrschaft ist die Kunst, den Beherrschten weiszumachen, alles, was politisch geschieht, geschehe zu ihrem Nutzen, und sie seien daher aufgefordert, in
ihrem eigenen Interesse mit zu tun.
Die Digitalisierung erledigt dieses Geschäft aufs Beste, denn sie repräsentiert ein kybernetisches Kontrollsystem mit der außerordentlichen Fähigkeit, bis in die feinsten Kapillaren des privaten
Lebens vorzudringen, ohne die ihr innewohnende Mechanismen zu offenbaren. Der Gehorsam durch Anpassung wird so auf eine undurchschaubare Weise eingefordert und der Unterschied zwischen Herrschaft
und Knechtschaft verschleiert." ( Eva Borst in "Fast Food für den Geist", siehe: "Kulturelle Bildung online"

Neben der Digitalisierung, deren Folgen und eben auch die Gefahren Professorin Eva Borst exzellent in ihrem Artikel beschreibt,möchte ich auf jeden Fall noch die Beeinflussung durch die „öffentlich-rechtlichen“ Medien nennen. Wer ständig Kriegspropaganda und Feindbilder auf sich einwirken lässt, muss mit Folgen rechnen. Zum Beispiel mit dem Irrglauben, man müsse jetzt unbedingt in den Krieg ziehen, oder zu mindestens aufrüsten auf Teufel komm raus.
Wer nun erwidern möchte, dass die Digitalisierung vielleicht auch gute Seiten hat und meine Aussage zu den Medien nicht teilen mag, frage ich an dieser Stelle, ob denn nicht der Fehler im System steckt und sich jeder Staat seine Bürger so erzieht, wie er sie zum Erhalt seiner Herrschaft braucht:
"Von Anbeginn des Kapitalismus sind diesem System in den Funktionsprinzipien erhebliche Ungleichheiten im Hinblick auf Teilhabemöglichkeiten für unterschiedliche Gruppen von Menschen festgeschrieben – trotz der Versprechungen der Moderne auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Das solche Ungleichheiten nicht häufiger als ungerecht empfunden worden und zu Protesten herausforderte, hängt sicher damit zusammen, dass ich im Rahmen der sich entwickelnden, bürgerlich kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, solche Sozialfiguren von Subjekten entwickelt und bewusst geformt wurden, die zu dieser gesellschaftlichen Ordnung passten.
Dieser Gedanke, der Passfähigkeit, geistiger Strukturen mit realen Strukturen in den unterschiedlichsten Gesellschaftsfeldern (Wirtschaftspolitik, soziales Zusammenleben) ist nicht neu. …,
Der Staat, so sagte es einmal Ernst , Cassierer, erzielt genau solche Subjekte, die er zu seiner Aufrechterhaltung benötigt.“
Viele Kapitalismustheorien haben herausgearbeitet, dass die Basis des kapitalistischen Systems das isolierte, und quasi als atomverstandene Individuum mit seinem Anspruch auf Eigentum bildet.“
"Die Tatsache, dass sich heutzutage kaum noch jemand ein anderes System, zum Beispiel ein auf Gemeinschaft basierendes Gesellschaftsmodell vorstellen vermag, zeigt, wie weit sich diese Denkform in unseren Sphären bereits verbreitet hat."
Prof.Dr.Max Fuchs in"Bildung im digitalen Kapitalismus – einige Überlegungen aus kulturpädagogischer Sicht"
Ewas poetischer, doch nicht minder eindrucksvoll beschreibt
Dr. med. Amir Mortasawi (alias Afsane Bahar) in seinem Blog:
Was auf der Strecke bleibt
Schau sorgfältig hin!
Die makabre Moral der Herrschenden
materialisiert sich mächtig
Auf der Strecke bleiben
das weite Blicken
das feine Fühlen
das tiefe Denken
das schöpferische Mitgestalten
Dieser Aufruf: „Schau sorgfältig hin!“ von Amir Mortasawi hat mich an einem Punkt berührt, an dem ich gerade verortet bin: Ein Scheitelpunkt, denn ich bin gerade dabei, meine Angebote zu überdenken und zu verändern. Auf diesem Weg der Veränderung ist mir die Losung der 16. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung an der MSH Medical School Hamburg ins Auge gesprungen: radikal-widerständig-streitbar?- kulturelle Bildung als soziale und gesellschaftspolitische Praxis.
„Ja, wo sind die Akteure der Kulturellen Bildung..., die bisherige Annahmen und Überzeugungen, Theorien und Konzepte... progressiv hinterfragen und künstlerisch partizipativer Konzepte und/oder sozialer Inklusion weiterzuentwickeln-“
Offensichtlich bin ich bei Weitem nicht die Einzige, die aktuell sehr stark im Modus der Infragestellung steckt, nach anderen als den gewöhnlichen Perspektiven Ausschau hält und neue Konzepte entwickelt. "Wir sind mehr als wir denken", hat mir neulich eine Aktivistin gesagt.
Ja so ist es.


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Agnes Clobes (Sonntag, 19 Oktober 2025 11:56)
Danke liebe Martina, dass du immer dabei bleibst und eine Sammelstelle für die vielen, die Denken und Fühlen.