Kreativ mit Text und Schrift

"Linie ist ursächlicher Ausdruck von Bewegung. Jede Art von Bewegung erzeugt genau betrachtet eine Linie."

Elke Frieling in "Therapiewege im Formenzeichnen"

Wenn ich in der Seniorenarbeit mit Schrift und Text arbeite, verwende ich Lockerungsübungen und bestimmte Aufgaben um die Senioren in Schwung zu bringen und die Lust an der eigenen Bewegung zu spüren. In der Silberschmiede bestand die Aufgabe darin, den eigenen Vornamen möglichst schwungvoll und groß, ohne Absetzen, wieder und wieder auf den mit Papier gespannten Tisch zu schreiben. Gut geeignet sind hierfür dicke Buntstifte oder Wachsmalstifte. Wer kann, soll beide Hände benutzen. Das Resultat ist unwichtig, spielen Sie Fangen auf dem Papier!

Die Bewegung, der beidseitige Einsatz der Hände und das gemeinsame Lachen regt die Gehirnzellen an, macht wach und stiftet eine wohlwollende Vorfreude auf das, was da kommen mag.

 

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Selbst gebaute Musikinstrumente in Seniorengruppen

An dieser Stelle möchte ich einige mögliche Anwendungsbeispiele zeigen und meine Erfahrungen teilen die ich in unterschiedlichen Gruppen machen konnte.

Meine Ziele beim Einsatz von Musikinstrumenten sind:

- Ermutigung zum Singen und zum Einsatz der Stimme

-Das deutliche Spüren der eigenen Stimme ermöglichen

-Das gemeinsame Schwingen und Klingen in der Gruppe zu erleben

-Raum für Bewegung zu geben, denn Musik und Bewegung gehören zusammen. Damit meine ich das innere Empfinden beim Hören von Musik, wie man davon berührt wird und seine äußerlich sichtbaren Ausdrucksformen- von den sich im Takt bewegenden Händen angefangen bis zum Tanz.

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Musikinstrumente einfach selbst gebaut

Mein ersten selbstgebauten Instrumente waren Trommeln. Will man nicht unbedingt viel Geld ausgeben, lohnt es sich, unterschiedliche Gegenstände wie  Blechdosen, leere Waschmittel-kartons oder Holzkisten auf ihre Tauglichkeit als Klangkörper zu prüfen, indem man probehalber mit

einem Holzstab dagegenschlägt. Es lohnt sich im doppelten Sinn, denn neben dem Sparsamkeitseffekt ist es interessant, Alltagsgegenstände außerhalb ihres gewöhnlichen Kontexts zu erkunden. Die Klangkörper sollten nicht zu klein sein. Große Konservendosen oder Ähnliches findet man in der Gastronomie oder bei Großverbrauchern (z.B. Seniorenheim, Krankenhaus). Meine Trommeln habe ich bespannt mit Leder oder mit dickem Packpapier. Das beste Papier habe ich in der Altpapierkiste im Supermarkt gefunden, die direkt neben der Obstabteilung steht. Natürlich habe ich vorher höflich gefragt. Das Papier habe ich großzügig zugeschnitten und möglichst straff auf die Öffnung der Dose geklebt. Dabei habe ich doppelseitiges Klebeband verwendet, welches ich am oberen Dosenrand anklebte. Das Papier brachte ich zunächst in Form indem ich es über die Dose gestülpt und eine Pfalz gestrichen habe. Nachdem der doppelseitige Klebestreifen am oberen Dosenrand besfetigt war, streifte ich das Papier über die Dose und den Klebestreifen. Dieser Halt erschien mir nicht ausreichend, deshalb umwickelte ich das Papier noch einmal fest mit Kordel. Dabei befestigte ich auch gleich die äußere Hülle der Trommel, welche lediglich zur Verschönerung dient. Hier habe ich Leder- und Stoffreste verwendet und daraus eine (straff sitzende) Hülle genäht.

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Wie man Märchen und Geschichten erfinden kann

Vom Vater hab' ich die Statur,


des Lebens ernstes Führen,


vom Mütterchen die Frohnatur


und Lust zu fabulieren.

 

Johann Wolfgang Goethe

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