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Rezepte für alles Mögliche Teil 2: Kleber kochen

Im Dezember 2019 ärgerte ich mich sehr über eingetrocknete Klebstifte: Sie lagen zwar schon einige Wochen im Schreibtisch, allerdings noch unbenutzt in der Originalverpackung. Kein einziger war verwendbar. Schon öfters hatte ich mich über das unausgewogene Verhältnis zwischen Verpackung und Inhalt geärgert, doch irgendwie erschienen mir diese Stifte so unentbehrlich, dass ich diesen Aspekt immer wieder verdrängte. Doch diesmal reichte es mir einfach. Ich suchte im Internet nach Rezepten für Kleber und fand dieses bei smarticular.

Seitdem koche ich meinen Kleber selber und habe keinen Ärger mehr mit schlecht klebenden Materialien, nein, ganz im Gegenteil ! Mit Begeisterung und reiner Freude klebe ich alles was zusammengehört und weil das Kleben so viel Spaß macht, fallen mir ständig neue Sachen ein, die ich kleben könnte.

Zum Beispiel diese tragbare Bühne für Puppentheater oder Erzähltheater, komplett aus Pappe zusammengeklebt und mit schwarzem Papier beklebt. Lose Bärte oder schlecht haftende Toupets bei verschiedenen Puppen habe ich natürlich auch gleich geklebt.

Die Herstellung ist wirklich einfach. Überrascht war ich von dem ziemlich strengen Geruch beim Rösten der Stärke. Doch ich habe gleich eine größere Menge geröstet und das somit gewonnene Dextrinpulver in Gläser gefüllt.

So ist es einfacher.Wenn der Kleber zur Neige geht, entnehme ich mir einfach die Menge Pulver die ich gerade benötige. Das Kochen im Wasserbad geht schnell und unproblematisch. Für eine bessere Haltbarkeit  habe ich gerade einen Langzeitversuch mit Zitronensäure gestartet.

Der Kleber ist wunderbar geeignet für Papier und Holz. Nach dem Aushärten bildet er eine glänzende Oberfläche und ist somit auch als leicht schimmernde Lasur geeignet. Wasserfest wird diese zwar nicht sein, aber für den Innenbereich ausreichend- je nach Verwendungszweck. Mein Fazit:

Es ist nicht wirklich umständlich, einen kleinen Pinsel zum Kleben zu benutzen, sondern eine Sache der Gewohnheit. Der Pinsel ist ja schnell ausgewaschen. Ich habe mir Kleber in kleine Gläser abgefüllt, erstens weil er dann nicht so schnell austrocknet und weil es praktischer für unterwegs ist- ich brauche nun mal an vielen Orten Kleber. Die Gläser hatten übrigens auch schonen einen ersten Verwendungszweck, vor dem Kleber war Hautcreme darin.

Das ist ökologisch gedacht und einfach gemacht!

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