Meine Farben für 2018

Dies ist mein drittes selbstgemachtes Kalender-Notizbuch,

welches komplett aus „Altpapier“ besteht: Papierreste, die durch Zuschnitt

entstanden sind, Bilder und Skizzen von mir, die mir zum Wegwerfen zu schade waren, alte Poster oder Kalenderblätter. Der Einband ist von einem alten Roman,

dessen „Innenleben“ auch ein wunderbares Material ist, für Papierfiguren oder zum Ausstanzen, z.B. für Sonne, Mond, Sterne oder Engel, die ich für Weihnachtskarten verwende. Doch zurück zum Buch:

Arbeit zum Thema "Heterogenität"
Arbeit zum Thema "Heterogenität"

Warum sich die Mühe lohnt:

Einige Stunden Zeit muss ich schon aufbringen. Aber diese Zeit ist es mir wert, denn das Buch entspricht genau meinen Bedürfnissen:

spezielle Monatsübersichten, eine Jahresübersicht mit exakt genau so viel Platz wie ich möchte und genügend Raum für Notizen, Skizzen, Farb-und

Stempelexperimente usw. Als ziemlich nützlich hat sich das Inhaltsverzeichnis erwiesen, welches sich im Verlauf des Jahres immer weiterentwickelt.

. Doch zurück zur Herstellung: In einer speziellen Ablage

sammle ich alles obengenannte Material, was ich eventuell für neue Kalender oder Notiz-bücher zum Verschenken wieder verwenden kann.

Das Sichten der gesammelten Papiere am Jahresende ist beruhigend und lässt die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren, das Sortieren nach ästhetischen und chronologischen Aspekten ist einfach eine wohltuende Tätigkeit. Ich sortiere Farben zu Jahreszeiten, Bilder zu Monaten, dann schneide ich alle Blätter zu, bilde kleine Stapel und nähe diese (etwa 5-6-Seiten mit der Nähmaschine zusammen. Die Maschinennaht (große Stichlänge) bildet die Mitte, das heißt,

nach dem Nähen falte ich die Seiten und lege sie über Nacht unter ein Gewicht aus Eisen, zum Pressen. Der nächste Arbeitsschritt besteht darin, die Seitenpäckchen per Hand zusammenzunähen:

Erst zwei miteinander verbinden, dann das dritte dazu, dann das vierte usw. Dabei bilde ich mit dem Faden ein gleichmäßiges Fadennetz. Das ist wichtig, damit der Buchrücken schön stabil wird. Wenn ich alles verbunden

habe, kommt das Ganze wieder eine Nacht unter meine Presse. Als nächstes schneide ich Leinen für den Buchrücken zu und klebe den Leinenstreifen mit Buchbinder-leim fest an. (Vorsicht! Exakt dosieren, nicht zu viel und nicht zu

wenig) Zum Schluss klebe ich den nun mit Leinen fixierten Buchrücken in den Buchumschlag die vordere und die hintere

Einbandseite in das Buch hinein. Nun kann ich beschriften, die

Monatsdeckblätter verschönern (das ginge natürlich auch nach und nach) und die Jahresübersicht einkleben

(könnte ich auch vorher schon mit einheften)

Wenn alles fertig ist, bin ich meistens nicht mehr allzu traurig, dass das Jahr schon wieder zur Neige geht, sondern freue mich auf das

neue und trage schon mal die ersten Termine ein- und wenn es nur die Geburtstage von lieben Menschen sind.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0