Tauschen statt kaufen

Biete den Spatz in der Hand gegen eine Katze auf dem Dach!

Der Landkreis Fulda hat einen VerschenkeMarkt eröffnet!

 

http://www.fuldainfo.de/fdi/

Gratulation, der erste Schritt ist getan! Der Kommentar von "Mama" sagt ja bereits das Wichtigste: Im Vergleich mit anderen Städten ist Fulda noch sehr weit davon entfernt, sich auf die Schultern zu klopfen. Die Betreiber/innen von Repaircafès, Umsonstläden und Verschenk-Projekten arbeiten nahezu ausschließlich ehrenamtlich und sind von sich aus der Zivilgesellschaft entwachsen. Angesichts der herrschenden Marktstrukturen und einer in allen Lebensbereichen konsequent umgesetzten Ökonomisierung weichen diese Leute einfach von den vorgegebenen Wegen ab und "sind selbst die Veränderung, die sie für unsere Welt wünschen". Ich finde, es ist höchste Zeit, dass die Politik diese Menschen unterstützt. Es sind ja nicht nur Elektrogeräte, die weggeworfen werden. Meine persönliche Lieblingsidee ist,



den Wertstoffhof Fulda als „ökologischen Wertstoffhof“ zu führen. So bräuchte dieser „nur“ um eine Kategorie erweitert werden, nämlich:

NOCH BRAUCHBAR

Im letzten Jahr war ich auf der Suche, Papierrollen für einen Kinderbibeltag zu organisieren. Die Arbeit war, natürlich, ehrenamtlich und die Materialkosten sollten, natürlich, so gering wie möglich sein. Schulen und Kindergärten haben übrigens auch einen großen Bedarf an Papier-und anderem Bastelmaterial!   In einem Möbelhaus in Fulda nachgefragt, war zu erfahren, dass ein paar Tage vorher ein ganzer LKW voller Tapetenrollen zum Wertstoffhof gebracht wurde. Naja, so läuft das eben, sagte jeder. Wo kämen wir denn hin, wenn wir alles verschenkten! Es muss auch an die Wirtschaft gedacht werden!

Ich stimme diesem Argument schon zu, ja, aber, in größeren Zusammenhängen gedacht, ist dieses Wegwerfverhalten einfach eine Schande. Deswegen begrüße ich den Verschenkemarkt des Landkreises- als ersten kleinen Schritt und wünsche mir, dass von hier aus eine Plattform entsteht, von der aus bargeldlose Tauschgeschäfte abgewickelt werden können. Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Initiativen?